Wann verteidigen?

Nicht jeder Konflikt muss zum Kampf werden.

Selbstverteidigung bedeutet nicht, jede Konfrontation körperlich zu lösen. Das wichtigste Ziel ist, möglichst sicher aus einer gefährlichen Situation herauszukommen.

Wofür lohnt es sich nicht zu kämpfen?

Handy, Geldbeutel, Auto oder andere Wertgegenstände sind ersetzbar.

Wenn eine gefährliche Situation durch die Herausgabe eines Gegenstandes beendet werden kann, kann das die bessere Entscheidung sein.

Kein Gegenstand ist wichtiger als die eigene Gesundheit.

Prioritäten im Selbstschutz

1. Wahrnehmen
Gefahren möglichst früh erkennen und Situationen einschätzen.

2. Vermeiden
Wenn möglich Abstand schaffen, die Situation verlassen oder Schutz suchen.

3. Deeskalieren und entscheiden
Nicht jede Provokation oder Forderung erfordert körperlichen Widerstand.

4. Verteidigen, wenn es notwendig wird
Ist eine körperliche Auseinandersetzung nicht mehr vermeidbar, geht es darum, handlungsfähig zu bleiben, eine Fluchtmöglichkeit zu schaffen und sich in Sicherheit zu bringen.

Wehrhaftigkeit bedeutet nicht automatisch kämpfen.

Eine gute Selbstverteidigung kann auch darin bestehen, rechtzeitig zu erkennen, wann man nicht kämpfen muss.